Bildung

Das akademische Proletariat

Der Begriff vom akademischen Proletariat, so alt er möglicherweise sein wird,  drängte sich erstmals 2007, im sued-cafe, der damaligen Community der SZ  in das grelle Licht meiner gesteigerten Aufmerksamkeit Als halbwegs gut situierter Bildungsbürger, der sein Geld eher mathematisch-technisch verdiente, die Datenbanktheorien des EdgarF.Codd in SQL überführen konnte, Microsofts ActiveDirectory im Umfeld eines multinationalen Unternehmens pflegen durfte, so war meine Wenigkeit darüber hinaus bis 1998/99 Sympathisant bzw. Wähler der Grünen  und vielleicht unbewußt dieser verrohenden Mittelschicht gemäß der aktuellen Heitmeyer Studie potentiell nahe, sarrazinesken Gedanken und der Verortung von "Schuldigen" wohl ebenfalls.

Academic reload / Last exit

Oft wird dieser Tage über das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) diskutiert, werden immer mehr Menschen vom Wirtschaftssystem als sog. Minderleister ausgespuckt, fragen nach Sinnhaftigkeit dieser Entwicklung und könnten partiell dem System, "unserem" Gesellschaftsmodell gar gefährlich werden. Neben der Finanzierung des BGE (ggf. als Totschlagargument) ist ein Aspekt bzw. eine Weiterung immer wieder in der kontroversen Diskussion. Führt das BGE zu einem passiven, einem dumpfen Dahinvegitieren oder kann es, frei von den Zwängen der Existenzsicherung zu neuen Ufern leiten? Beides mit Sicherheit und dazu,  in der Regel, wohl zu allen Spielarten zwischen den beiden Extremen führen. Und im Prinzip gibt es das ja schon, das BGE - es wird nur nicht immer gleich und dergestalt erkannt.